Blog & News

Presse und Medien – Auswahl interessanter Beiträge 2025

Neben den wissenschaftlichen Fachpublikationen empfehle ich zur Informationsbeschaffung nicht die vermeintlich „Sozialen“ (es sind nur) digitale Medien, sondern ausschließlich die fachlich geprüften Portale von Fach- und Wissenschaftsverbänden (hierzu siehe → hier) und im Übrigen die Lektüre von Qualitätsmedien des seriös arbeitenden Journalismus, wie z.B.

Die nachfolgenden (regelmäßig aktualisierten) Links (in chronologischer Reihenfolge) verweisen auf einige im Jahr 2025 besonders interessante Beiträge und Diskussionen zu Gesellschaft, Politik und Recht sowie weitere Themenfelder (zu den Beiträgen in → 2026  und → 2024):

Politik & Gesellschaft

  • Trump, AFD und die Springer-Medien – Gerfahr für die Demokratie: Vorsicht, wenn Trump, die AfD und Springer von „Meinungsfreiheit“ reden (Detlef Esslinger in der SZ vom 28.12.2025): „Autoritäre Herrscher wie Trump schätzen Freiheiten nur so lange, wie sie ihnen selbst nutzen. Meinungsfreiheit ist ein Begriff, der nicht als Wert gemeint ist, sondern ihre Absicht vernebeln soll: „ein autoritäres Willkürregime, in dem an die Stelle des Rechts die Macht tritt“. So hat es der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, am Wochenende im Tagesspiegel formuliert. Anders gesagt: Zensurandrohungen und Zensurvorwürfe passen gut zueinander. Seit die Regierung Trump im Amt ist, geht sie gegen Andersdenkende vor. Darin liegt die Konsistenz. Ihre größten Verbündeten in Deutschland sind die AfD und der Springer-Verlag. Die AfD stand der Maga-Bewegung schon immer nahe. Dass Springer inzwischen drauf und dran ist, der liberalen Demokratie von der Fahne zu gehen, ist eine Tragödie. Bis in die 1980er gab er mit der Welt eine Zeitung heraus, die dem damaligen Stahlhelm-Teil der Gesellschaft eine warme Stube im Haus der Demokratie bot. Heute singen deren Herausgeber, Chefredakteur, alte und neu geholte Autoren, ein „Chefkommentator“ oder eine „Chefreporterin Meinungsfreiheit“ im Blatt, auf der Website, auf X und auf Facebook den Feinden der Demokratie vor.“
  • Voßkuhle sieht die Demokratie in Gefahr (Tagesschau vom 27.12.2025): Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Voßkuhle, sieht die deutsche Demokratie bedroht. Überall auf der Welt kämen totalitäre Systeme auf, sagte er dem Tagesspiegel. Deutschland sei da kein „gallisches Dorf“. „Es ist möglich, dass die Deutschen ihre eigene Demokratie abwählen“ – diese düstere Prognose stellt der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, auf. Dem Tagesspiegel sagte er, fast überall auf der Welt vollziehe sich ein Rechtsruck, und totalitäre Systeme bildeten sich. … Der Jurist warnte vor Koalitionen mit der AfD. Jede demokratische Partei muss sich fragen, ob sie mit einer Partei kooperieren will, die die Demokratie abschaffen will – ob sie „mit dem Teufel ins Bett geht“. Die AfD wolle den „Parlamentarismus westlicher Prägung abschaffen“ und bedrohe die Meinungsfreiheit, so Voßkuhle. Sie sehe andere Parteien nicht als demokratische Wettbewerber, sondern als „korrupte Eliten und Volksverräter“. Intern gebe es keine offenen Debatten: „Der AfD fehlt die DNA der pluralistischen Demokratie.“ Dass viele AfD-Wähler auf eine Stärkung gemäßigter Kräfte hoffen, halte er für illusionär. …Um die Diskurskultur im Internet zu rationalisieren, schlägt Voßkuhle eine Klarnamenpflicht vor. Diese könnte öffentliche Diskussionen entgiften und wäre seiner Ansicht nach verfassungsrechtlich zulässig. Die Verrohung im Netz halte die Gesellschaft auf Dauer nicht aus.
  • Techoligarchen in Europa – Milliardäre im Machtrausch darf man nicht belohnen (Jannis Brühl in der SZ v. 19.12.2025): Von Drohnen bis Plattformen: Techoligarchen wie Thiel, Karp und Musk mischen zunehmend auch in der EU mit. Wer, wenn nicht Europa, soll ihnen die Stirn bieten? … Digitalgesetze sind nötig und müssen verbessert werden. Dem Gerede von der digitalen Souveränität Europas müssen Taten folgen. Dafür ist es nötig, die Digitalgesetze zu verteidigen und noch zu verbessern. Die aggressive Reaktion aus dem Silicon Valley zeigt, dass sie ihren Zweck erfüllen und den Herrschern des Internets wehtun. … Bei allen eigenen Fehlern darf die EU nicht nachgeben. Denn die Auftritte von Karp und Musk sind letztendlich Bullying, also Mobbing, auf der Weltbühne. Und bullies dürfen nicht belohnt werden. Das ist Europa nicht nur sich selbst schuldig, sondern auch dem Rest der Welt. Wer sonst soll der Clique um Musk und Thiel die Stirn bieten?
  • Antisemitismus – Ich, Antisemit? Ich sorge mich nur ums Klima! Eva Illouz in der SZ v. 19.12.2025:  Der moderne Judenhass ist nicht religiös, sondern politisch. Greta Thunbergs Guru – der Öko-Sozialist Andreas Malm – etwa meint zu wissen, dass es die Erderwärmung auch wegen der Zionisten gibt. Die immerwährende Botschaft auf der ganzen Welt: Schuld seid ihr! Indem sich gegen Israel und den Zionismus richten, verändern sie den Gehalt des Antisemitismus. Sie verwandeln ihn von einer rassistischen in eine politische Beleidigung. Daher können sie den Hass bequem leugnen, den sie beinhalten.Dieser Antizionismus ist aus vier Gründen eine neue Form des Antisemitismus: Erstens verweigert in keinem anderen Fall eine politische Ideologie einem Volk mit solcher Beharrlichkeit und Besessenheit sein Recht auf einen souveränen Staat (die Russen lehnen den ukrainischen Staat ab, was aber weltweit kaum Resonanz findet). Das Ziel des Antisemitismus ist es, den Juden ihre Heimat zu nehmen. Das galt auch für den französischen oder deutschen Antisemitismus. Der Antizionismus tut dasselbe, nur geht es diesmal um die nationale Heimat der Juden.
  • Ich vermisse fast schon die guten, alten Antisemiten“, Nils Minkmar in der SZ v. 9.12.2025: „Wer an sozialem Fortschritt und den Rechten von Minderheiten interessiert ist, muss sich gegen Antisemitismus engagieren, denn die Angriffe gegen Juden waren immer schon Vorboten umfassenderer Repressionen wenn nicht Mordabsichten gegen welche Minderheit auch immer.“
  • Der Weg in den Abgrund. Trump und die AFD. Ein Essay von Hilmar Klute (Süddeutsche Zeitung v. 07.11.2025): Was in den USA geschieht, ist auch eine Blaupause für Deutschland. Deshalb sollte man sich nicht an Trump abarbeiten, sondern lieber schauen, was im eigenen Land gerade kaputtgeht. … Anstatt zuzugeben, dass die Erde sich um die Sonne dreht, lassen Politiker, aber auch Soziologen und Wahlforscher lieber den Satz hören: Die Menschen sind halt mit vielem, was die derzeitige Politik anzubieten hat, unzufrieden. Man müsse sie ernst nehmen. Das stimmt sogar, aber man sollte sie anders ernst nehmen, nämlich als Gefahr für alle, die weiterhin in einem demokratischen Rechtsstaat leben wollen. Wer eine Partei wie die AfD wählt, verabschiedet sich wissentlich und willentlich vom Konsens der Demokraten, dass die Grundordnung dieses Landes nicht antastbar ist. Er nimmt sich das Recht, einer Partei die Stimme zu geben, die das gesamte System kippen möchte.  … und trotzdem muss sich der CDU-Mann, muss sich die SPD-Frau nach jedem desaströsen Wahlabend pflichtschuldig den Schweiß von der Stirn wischen und beschwören, die Wähler der AfD seien nicht alle rechtsradikal. Aber was sollen sie sonst sein, wenn sie eine rechtsradikale Partei wählen? Wenn sie bei aller berechtigten Kritik an der jeweiligen Bundesregierung nicht anerkennen wollen, dass das Land, in dem sie ihre unfrischen Ansichten verbreiten dürfen, die beste Verfassung, das beste Rechtswesen und immer noch den effektivsten Sozialstaat beheimatet.

Mehr lesen »

Mediation und RJ in Australien und Europa

Zum 5. Mal nach 2001/02, 2006, 2011/12 und 2017 war ich von Okt – Dez. 2025 für längere Zeit down under
und habe meine Kontakte und mein Wissen über ADR und Mediation in Australien aufgefrischt und über die Entwicklung der Mediation
und von Restorative Justice in Deutschland berichten dürfen.
Vielen Dank für die Organisation und den fachlichen Austausch insb. an

Dr. Peter Johnstone und die (ehem.) Kolleg:innen aus der Dispute Resolution Branch in Brisbane, Queensland,

an Prof. Dr. Jeff Giddings, School of Law/Law Clinic, Monash University, Melbourne sowie

Dr. Serge Loode, Director of Peace and Conflict Studies Australia – PaCSIA
und Peacemaking Officer im Neighbourhood Justice Centre (NJC) in the City of Yarra/Victoria (einer der ältesten Stadtteile der Metropole
 Melbourne) und seinen Kolleg:innen am NJC.


Vielen Dank auch an die Teilnehmer:innen meines Restorative Justice Seminars für die vielen, kundigen Fragen und große Diskussionsbereitschaft.

 

 

 

 

 

 

Prof. Trenczek ist das 4. Quartal 2025 zu einem Forschungsaufenthalt in Australien. Anfragen werden deshalb nicht in der gewohnten Schnelligkeit beantwortet.

Buchempfehlungen

Nachfolgend liste ich einige der zuletzt gelesenen und aus meiner Sicht sehr zu empfehlenden Bücher:

  • Claudia Kemfert: Kurzschluss. Wie wir unsere Energiezukunft verspielen. Campus, Frankfurt 2026:
    Klappentext: „Heizungshammer“, „Verbotskultur“, „Dunkelflaute“ – die Energiewende zerreißt Familien und Freundeskreise, spaltet Gesellschaft und Wirtschaft. Wie lange bleibt unsere Zukunft noch planbar? Was wird aus meinem Eigenheim, wenn die nächste Krise kommt? Wer wird am Ende wirklich zahlen müssen? Rast Deutschland sehenden Auges in den Abgrund? Die brutale Realität: Das 1,5-Grad-Ziel ist Geschichte, Ressourcenkriege verwüsten bereits ganze Kontinente. In ihrem neuen Buch konfrontiert Claudia Kemfert uns mit den heute neu gestellten klimapolitischen Fragen und deckt auf, wo Mythen gefährliche Realitäten verschleiern. Sie zeigt, welche Technologien noch funktionieren könnten und wie der Gasausstieg Deutschland zum Technologie-Weltmarktführer macht – wenn uns die Zeit bleibt.
    Rezension in der SZ v. 12.04.2026: Die Energieökonomin Claudia Kemfert schreibt erneut gegen die Märchen der Öl- und Gaslobby an und listet trotz aller Anfeindungen die Vorteile der Klimawende auf. Der Iran-Krieg gibt ihr auf tragische Weise recht. …. Mit ihrem neuen Buch wolle sie der Desinformation Fakten entgegenstellen, sagt Kemfert. Sie listet Daten und Argumente auf, die für eine konsequente Energiewende sprechen, was dazu führt, dass am Ende weitere 17 Seiten klein gedruckte Quellenangaben notwendig sind. So handelt ein ganzes Kapitel von Stromspeicher-Technologien, mit denen die wetterabhängige Wind- und Sonnenenergie über den Tag in die Nacht und auch über den Winter gebracht werden können. Kemfert beschreibt, wie die Strompreise zustande kommen und warum erneuerbare Energien den Preis niedrig halten. Aktuell bestätigt in der Iran-Krise. Elektroautos seien besser als ihr Ruf, und ein eigenes Haus energetisch zu sanieren und auf Wärmepumpe umzustellen, diene dem Werterhalt. Auch für die Erbengeneration. Es ist aber vor allem ein Buch gegen das Weiter-so. Und gegen die Kräfte, die alles daransetzen, dass sich so wenig wie möglich ändert. ….“
    weitere → Rezensionen zu Büchern von Claudia Kemfert.
  • Daniel GlattauerIn einem Zug“, DuMont Köln 2025: … mein Jahrgang, mein Humor 🤣, meine Leseempfehlung Roman des Jahres 2025:
    Klappentext: Eduard Brünhofer, ehemals gefeierter Autor von Liebesromanen, sitzt im Zug von Wien nach München. Nicht unbedingt in der Absicht, sich mit der Frau frühen mittleren Alters im Abteil zu unterhalten. Schon gar nicht in der Absicht, mit ihr über seine Bücher zu sinnieren. Erst recht nicht in der Absicht, über seine Ehejahre mit Gina zu reflektieren. Aber Therapeutin Catrin Meyr, die Langzeitbeziehungen absurd findet, ist unerbittlich. Sie will mit ihm über die Liebe reden. Dabei gerät der Schriftsteller gehörig in Zugzwang.  »Was befähigt einen Autor, über die Liebe zu schreiben?«, fragt sie.  »Ihre Frage ist klüger als jede Antwort darauf«, erwidere ich.  »Danke. Probieren Sie es trotzdem.«
  • Barbara BleischIn der Mitte des Lebens“ (2024): Was für eine scharfsinnige Beobachterin und Analystin. Was für eine phantastische Erklärerin, was für eine Sprachkunst. Ein kluges, wissenschaftliches (auch die Quellenangaben und die Anmerkungen in den Fußnoten sind überaus lesenswert) gleichzeitig sehr verständliches wie verständnisvolles Buch (keine plumpe Ratgeberliteratur), welches das Potential der mittleren Lebensspanne (definiert als Altersspanne zwischen 35 und 65 Jahren 😅) und der Zeit darüber hinaus differenziert wie tiefgehend in einer praktischen „Philosophie der besten Jahre“ aufzeigt. Das ist meine Leseempfehlung des Jahres in der Kategorie Sachbuch, wobei es weit mehr als das ist. Da steckt so viel drin an Fragen, Fakten und Wissen, an Reflexion und Einsicht, dass man das Buch gerne drei oder vier Mal lesen will, weshalb ich es mir gleich nach der Rückkehr in einer analogen Printausgabe zulegen (so praktisch der online Reader auf Reisen ist, es fehlt mir die Möglichkeit, im Buch arbeiten, mit Bleistift unterstreichen und Anmerkungen machen zu können) und auch gern (auch an jüngere Jahrgänge) verschenken werde. Allein die aus meiner Sicht prägnantesten Zitate füllten viele Seiten, die dieser Reisebericht nicht hergibt.
  • Michel FriedmannMensch! Liebeserklärung eines verzweifelten Demokraten“ Berlin Verlag 2024.
    Klappentext: »Verzweifelt, weil ich sehe, wie ein großer Teil der Menschen aus der Geschichte nicht lernt. Verzweifelt, weil die Demokratie, die mir das Leben ermöglicht hat, zerbröselt.« Demokratie ist nie statisch, sondern dynamisch. Sie lebt durch die Menschen, die ununterbrochen an ihr arbeiten. Wer wüsste das besser als Michel Friedman. Er ruft dazu auf, endlich zu handeln – für Freiheit und Menschenrechte. Ein Weckruf, die Demokratie nicht nur zu verteidigen, sondern aktiv zu gestalten. Mit klaren Analysen entlarvt er die Gefahren von Resignation, mediengetriebener Sensationslust und unerfüllten Versprechen. Dieses Buch fordert heraus, irritiert und inspiriert zugleich. Es ist eine leidenschaftliche Liebeserklärung an die Demokratie. Ein drängender Appell, für Würde, Rechte, Vielfalt und Freiheit zu kämpfen, bevor es zu spät ist. Wer jetzt nicht eingreift, macht sich zum Komplizen. In einer Zeit, in der Demokratie und Menschenrechte täglich von Extremisten und Autokraten angegriffen und Demokratien bereits in Teilen von »illiberalen Demokraten« übernommen und zunehmend autoritär und totalitär geführt werden, ruft Michel Friedman dazu auf, nicht nur mutig zu diskutieren, sondern zu handeln. Von einer der wichtigsten Stimmen des Landes. »Es ist doch die Vielfalt, die es uns ermöglicht hat, über das Denken nachzudenken. Unsere eigene Widersprüchlichkeit nicht mehr als Bedrohung, sondern als Ansporn zu verstehen. Sie hat uns Wissen, Wissenschaft gebracht. Sie hat uns gezeigt, dass Suchen und Weitersuchen die Kraft des Fortschritts sind und dass Wissen nicht ewig gilt. Sondern durch ewiges Weiterfragen zum nächsten Wissen führt. Denn Wahrheit ist ein unglaubliches Versprechen, das man hinterfragen muss.«
  • Andrea Wulf  „Fabelhafte Rebellen Die frühen Romantiker und die Erfindung des Ich“, München 2024
    Klappentext: Um 1800 galt die Idee vom freien Individuum als brandgefährlich. Und doch wagte es eine Gruppe von Denkern in der Universitätsstadt Jena, das Ich in den Mittelpunkt ihres Denkens, Schreibens und Lebens zu stellen. Zu diesen fabelhaften Rebellen gehörten die Dichter Goethe, Schiller und Novalis, die Philosophen Fichte, Schelling und Hegel, die genialen Schlegel-Brüder und Alexander von Humboldt sowie ihre Muse, die freigeistige Caroline Schlegel. Während die Französische Revolution die politische Landschaft Europas veränderte, entfachten diese jungen Romantiker in Jena eine Revolution des Geistes. Bestsellerautorin Andrea Wulf erzählt fesselnd, wie sich ihr Leben zwischen wortreichen Auseinandersetzungen, aufsehenerregenden Skandalen, leidenschaftlichen Liebesaffären und vor allem radikalen Ideen bewegte, und erklärt, warum auch wir bis heute zwischen den Gefahren der starken Ichbezogenheit und den aufregenden Möglichkeiten des freien Willens schwanken. »›Fabelhafte Rebellen‹« ist eine Möglichkeit, die deutsche Geistesgeschichte zum Tanzen zu bringen, sie für sich persönlich zu entdecken und unglaublich viel für das eigene Leben zu lernen.« Denis Scheck >
  • Andrea Wulf „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur; München 2018
    Klappentext: Er war seiner Zeit weit voraus: Alexander von Humboldt, Universalgelehrter, unermüdlicher Naturforscher, der »zweite Kolumbus« und »Wiederentdecker Amerikas«. Wie kein anderer Wissenschaftler prägte er unser Verständnis von der Natur als lebendigem Ganzen, als Kosmos, in dem alles miteinander verbunden ist und dessen untrennbarer Teil wir sind. In ihrer vielfach ausgezeichneten Biografie führt Andrea Wulf durch das abenteuerliche Leben Humboldts und sein Werk. Er begreift die Natur in ihrer ganzen Fülle als Lebensnetz und prägt damit auch unser Wissen um die Verwundbarkeit der Erde. So bleibt er unverändert wichtig – bis heute.
  • Richard Dawkins „Die Poesie der Naturwissenschaften“: Autobiographie; Ullstein, Berlin 2016
    Klappentext: Richard Dawkins erzählt die Geschichte seines Lebens – von der Kindheit im kolonialen Afrika über sein Studium in Oxford bis zur Karriere als einer der einflussreichsten Wissenschaftler weltweit. Er berichtet von seiner Ankunft im Flower-Power-Kalifornien der 60er Jahre, von der Party zum 42. Geburtstag seines Freundes Douglas Adams, den freundschaftlichen Streitgesprächen mit dem Erzbischof von Canterbury, von bahnbrechenden Erkenntnissen in der Evolutionsbiologie und seiner großen Liebe zur Lyrik. Richard Dawkins ist nicht nur ein herausragender Naturwissenschaftler, er ist auch ein begnadeter Erzähler. Anhand seines weitverzweigten Familienstammbaums erklärt er die Vererbungslehre, und die Entwicklung der Theorie des egoistischen Gens wird bei ihm zum Wissenschaftsthriller. Wenn er beschreibt, wie er vom Gläubigen zum Atheisten wurde, versteht man, welche Rolle Religion für den Menschen spielt.

Drei-Grad-Grenze könnte schon um 2050 erreicht werden – Klimaschutz und Klimaanpassung müssen verstärkt werden!

Klimaforschende sehen für Deutschland eine Zunahme des Risikos extremer Wetterereignisse und die Notwendigkeit, Maßnahmen in der Klimaanpassung schnell zu verstärken.

Klimaforschende wenden sich an die deutsche Politik: Drei-Grad-Grenze könnte schon um 2050 erreicht werden; Klimaanpassung beschleunigen.Zum Abschluss des ExtremWetterKongresses stellen die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) und die Deutsche Meteorologische Gesellschaft (DMG) einen Klimaaufruf vor. Die Fachgesellschaften kommen darin zu folgender Bewertung: „Die Beobachtungslage zeigt, dass sich die Klimaentwicklung erheblich beschleunigt hat – sowohl in der Atmosphäre wie auch den Ozeanen.“ DPG und DMG weisen deshalb darauf hin, dass eine globale Erwärmung um 3 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau bereits um 2050 nicht ausgeschlossen werden kann. Folglich könnte die zusätzliche Erwärmung in den nächsten 25 Jahren möglicherweise genauso stark ausfallen wie in den vergangenen 150 Jahren. Vor diesem Hintergrund mahnen die Fachgesellschaften erhebliche Versäumnisse beim Klimaschutz und gleichzeitig ein deutlich höheres Maß an Maßnahmen an. Trotz der sich beschleunigenden globalen Erwärmung haben die globale Gemeinschaft und auch Deutschland bislang nur unzureichend auf die damit verbundenen Gefahren reagiert, und der Bedrohungslage in Folge der Erhitzung werden bisher zu wenig präventive Maßnahmen entgegengesetzt.

Daher wenden sich DPG und DMG mit vorliegendem Aufruf gemeinsam an die Politik. Die Fachgesellschaften fordern dazu auf, unverzüglich ein sehr viel wirksameres Programm zur Eindämmung von menschengemachten Klimaänderungen voranzutreiben und die hierfür notwendigen Maßnahmen nicht weiter in die Zukunft zu verschieben. Aus Sicht der Gesellschaften ist es dringend notwendig, Klimaschutz und Klimaanpassung gleichzeitig zu betreiben, da ein Teil der weiteren globalen Erwärmung auch bei intensivsten Schutzmaßnahmen nicht mehr zu verhindern ist und andererseits die Möglichkeiten der Anpassung begrenzt sind. Die Forschenden weisen darauf hin, dass es, physikalisch betrachtet, kein „Restbudget“ an Kohlenstoffdioxid (CO2) mehr gibt.

Prof. Dr. Klaus Richter, Präsident der DPG: „In der Vergangenheit wurden mögliche Wege in eine klimaneutrale Wirtschaft in zahlreichen Studien dargelegt. Basierend auf diesen Erkenntnissen besteht nach wie vor die Möglichkeit, den weiteren Temperaturanstieg zu begrenzen und Maßnahmen zum Schutz unserer Gesellschaft zu ergreifen.“

…. weiter → hier   Gemeinsame Pressemitteilung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V. und des ExtremWetterKongresses anlässlich eines Aufrufs der DPG und Deutschen Meteorologischen Gesellschaft e.V. vom 25.09.2025

 

Ergänzung durch die S4F-RG Regensburg  (vgl. Veranstaltung am 14.01.2026)

Folgen der Erderwärmung

  • Mehr Trockenzeiten mit Waldbränden UND mehr Starkregen mit Überschwemmungen
  • Schlechte Ernten und gefährdete Trinkwasserversorgung
  • Mehr Klima-Flüchtlinge
  • Mit jedem Zehntelgrad wird die Lage kritischer
  • Kipppunkte können nicht rückgängig gemacht werden, ihre Effekte sind dauerhaft

Was können wir tun?

  • Keine fossilen Brennstoffe nutzen (Kohle, Gas, Öl)
  • Regenerativen Strom produzieren und beziehen (Wind, Sonne, Geothermie)
  • ÖPNV, Fahrrad, zu Fuß gehen, elektrisch fahren, fliegen vermeiden
  • Mit Strom und Umweltwärme heizen (Wärmepumpe)
  • Wenig Fleisch essen, regionale Anteil der Sektoren an den Produkte bevorzugen

 

Inobhutnahme – Kinderschutz zwischen Rechtsanspruch, Wunsch und Wirklichkeit

Bundestagung Inobhutnahme 2025

Kinderschutz zwischen Rechtsanspruch, Wunsch und Wirklichkeit –  Impulse zur Weiterentwicklung der Inobhutnahme

09.-10. Oktober 2025 in Erkner (bei Berlin)

Mit dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz soll die Rechtsposition junger Menschen und Familien in der Kinder- und Jugendhilfe nachhaltig gestärkt werden. Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe richten sich darauf aus, die Rechte der jungen Menschen und Eltern zu verwirklichen und beteiligungsorientierte Hilfen zu gestalten, doch die Rahmenbedingungen erschweren dies zunehmend. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Impulse für die Weiterentwicklung aus Praxis und Forschung, die die Fach- und Konzeptentwicklung bereichern. In der Praxis zeigt sich eine Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

Das Arbeitsfeld der Inobhutnahme steht besonders unter Druck, da geeignete Lösungen sowie Anschlusshilfen fehlen und sich der Fachkräftemangel spürbar auswirkt. Die Anforderungen nehmen zu und wir müssen ihnen fachlich begegnen.

Die Bundestagung der Fachgruppe Inobhutnahme wird sich vor dem skizzierten Hintergrund mit zentralen Fragen der Inobhutnahme aus Praxis und Theorie beschäftigen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Beginnen wird die Tagung mit einem explorativen Grundsatzvortrag von Prof. Dr. Thomas Trenczek »Muss ich, darf ich, kann man« – Frequently Asked Questions und fachliche Standards der Inobhutnahme über praxisnahe rechtliche und fachliche Fragestellungen. In Workshops werden u. a. die Themen Verweildauer, Clearing, Zusammenarbeit mit Eltern, Trägerverantwortung oder die Anforderungen an die Mitarbeitenden der Jugendämter genauso wie die aktuelle Situation unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter oder junger Kinder in der Inobhutnahme praxisorientiert in den Fokus gestellt.

Prof. Dr. Nicole Rosenbauer wird den zweiten Tag mit einem Vortrag zu schwer erreichbaren jungen Menschen in der Inobhutnahme eröffnen. Für die anschließenden Fachforen sind u. a. folgende Themen geplant: Kinderschutz und Kooperation, Entwicklung von Schutzkonzepten, Erlebensperspektiven junger Menschen und Eltern in der Inobhutnahme und Durchlässigkeit der Systeme.

Die Tagung wird mit einer Podiumsdiskussion zur rechtebasierten Weiterentwicklung des Kinderschutzes abgeschlossen.

Die Tagung richtet sich an die öffentlichen und freien Träger der Jugendhilfe sowie weitere Vertreter*innen aus Praxis und Wissenschaft.

Weitere Informationen und Anmeldung → hier

Soziale Medien und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Die Nationalakademie Leopoldina hat in einem aktuellen Diskussionspapier „Soziale Medien und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“ (2025)mahnend darauf hingewiesen, dass es aus wissenschaftlicher Sicht deutliche Hinweise darauf gebe, dass die Nutzung der (sog.) sozialer Medien – ungeachtet mancher Vorteile – die psychische Gesundheit, das Wohlbefinden und die Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen erheblich beeinträchtigen kann. Die Leopoldina fordert deshalb konkrete Maßnahmen , um Kinder und Jugendliche besser vor Auswirkungen von Sozialen Medien zu schützen. So sollen Kinder unter 13 Jahren gar keine Social-Media-Accounts einrichten dürfen. Die Angebote sogenannter sozialer Medien seien für sie „grundsätzlich ungeeignet“. Bis 17 Jahren sollten soziale Medien dann nutzbar sein, jedoch altersgerecht – also mit deutlichen Einschränkungen. Unter anderem wird empfohlen, bei Kindern unter 16 Jahren Livestreaming, Push-Benachrichtigungen sowie endloses Scrollen zu verhindern. Im Alter von 13 bis 15 Jahren empfiehlt die Akademie außerdem eine von den Eltern begleitete Nutzung. In Kitas und Schulen sollte die Nutzung von Smartphones bis zur zehnten Klasse untersagt werden (vgl. Tageschau v. 13.08.2025).

Pressemeldung der Leopoldina vom 11.08.2025:

Altersgrenzen für Social Media und Einschränkung suchterzeugender Funktionen: Leopoldina-Diskussionspapier empfiehlt besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen

Die Nutzung sozialer Medien ist für einen Großteil der Kinder und Jugendlichen in Deutschland längst alltäglich. Viele von ihnen zeigen dabei ein riskantes, manche sogar ein suchtartiges Nutzungsverhalten. Zwar kann die Nutzung sozialer Medien durchaus positive Effekte für Heranwachsende haben – bei intensiver Nutzung können jedoch negative Auswirkungen auf das psychische, emotionale und soziale Wohlbefinden auftreten, wie Depressions- und Angstsymptome, Aufmerksamkeits- oder Schlafprobleme. In einem heute veröffentlichten Diskussionspapier der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina schlagen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler deshalb die Anwendung des Vorsorgeprinzips vor. In dem Papier „Soziale Medien und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“ geben sie Handlungsempfehlungen, um Kinder und Jugendliche vor negativen Folgen sozialer Medien zu schützen, beispielsweise durch altersabhängige Zugangs- und Funktionsbeschränkungen.

Das Diskussionspapier gibt einen Einblick in die aktuelle Studienlage zum Einfluss sozialer Medien auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Der Großteil der verfügbaren Evidenz ist korrelativer und nicht kausaler Natur: Querschnittstudien belegen einen statistischen Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und einer zunehmenden psychischen Belastung. Einige Längsschnittstudien über längere Zeiträume hinweg liefern zudem Hinweise darauf, dass die intensive Nutzung sozialer Medien ursächlich für diese Belastungen sein kann. Die Autorinnen und Autoren sprechen sich deshalb für die Anwendung des Vorsorgeprinzips aus: Es besagt, dass vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden sollten, wenn es Hinweise auf mögliche schädliche Auswirkungen gibt, auch wenn wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt ist, wie groß das Risiko tatsächlich ist.

Laut den Autorinnen und Autoren besteht politischer Handlungsbedarf zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, da die möglichen Gefährdungen durch eine intensive Social-Media-Nutzung erheblich sind. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler formulieren im Diskussionspapier konkrete Handlungsempfehlungen, um Kinder und Jugendliche vor den Gefahren sozialer Medien zu schützen und sie gleichzeitig zu einem reflektierten und kompetenten Umgang mit ihnen zu befähigen. Sie sprechen sich dafür aus, dass Kinder unter 13 Jahren keine Social-Media-Accounts einrichten dürfen. Für 13- bis 15-jährige Jugendliche sollten soziale Medien nur nach gesetzlich vorgeschriebener elterlicher Zustimmung nutzbar sein. Für 13- bis 17-Jährige sollen soziale Netzwerke zudem altersgerecht gestaltet werden – beispielsweise bei den algorithmischen Vorschlägen, durch ein Verbot von personalisierter Werbung oder durch die Unterbindung besonders suchterzeugender Funktionen wie Push-Nachrichten und endloses Scrollen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler empfehlen außerdem, die Nutzung von Smartphones in Kitas und Schulen bis einschließlich Klasse 10 nicht zuzulassen.

Das Diskussionspapier erläutert auch die mögliche Umsetzung der Altersgrenzen und altersgerechten Einschränkungen auf Social Media. Hier sehen die Autorinnen und Autoren vor allem auf EU-Ebene Möglichkeiten der Regulierung. Die deutsche Bundesregierung sollte sich dort für entsprechende gesetzliche Regelungen einsetzen. Ein vielversprechender Ansatz ist bereits die geplante Einführung der „EUDI-Wallet“, die einen datenschutzkonformen digitalen Altersnachweis ermöglichen soll. Um einen reflektierten Umgang mit sozialen Medien zu fördern, schlagen die Autorinnen und Autoren vor, einen digitalen Bildungskanon in Kitas und Schulen zu verankern, der Kinder und Jugendliche auf Themen des digitalen Lebens vorbereitet. Die Kompetenzen von Lehr- und Erziehungsfachkräften sollten gestärkt werden, um riskantes bzw. suchtartiges Nutzungsverhalten frühzeitig erkennen und adressieren zu können. Niedrigschwellige Public-Health-Kampagnen sollten Familien zudem über die Einflüsse sozialer Medien auf die psychische Gesundheit sowie über die Möglichkeiten einer positiven Gestaltung der Social-Media-Nutzung informieren. Zudem bedarf es weiterer Forschung, um die Wirkmechanismen der Nutzung sozialer Medien in dieser Altersgruppe besser zu verstehen und die Effektivität der Schutzmaßnahmen zu evaluieren.

Das ausführliche Diskussionspapier Soziale Medien und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“ finden Sie hier → https://www.leopoldina.org/publikationen/detailansicht/publication/soziale-medien-und-die-psychische-gesundheit-von-kindern-und-jugendlichen-2025/

Quelle Pressemeldung der Leopoldina vom 11.08.2025:
Tageschau v. 13.08.2025).

Rechte der Natur – Tagung in Hannover 2025

Rechte der Natur – Ein notwendiges Instrument zur Rettung unserer Lebensgrundlagen
Artensterben, Klimawandel und globale Vermüllung sind Folgen der Wachstums- und Gewinnlogik unserer Produktions- und Lebensweise. Sie zerstört die Grundlagen ihres eigenen Überlebens: Landschaft, Wildnis, Natur.
Weltweit gehen verschiedenste Akteur:innen gegen diese Bedrohung vor, indem sie der Natur eigene, einklagbare Rechte verleihen. Damit soll eine „juristische Waffengleichheit“ zwischen ökonomischen Interessen und dem Lebensinteresse der Natur (also auch der Menschen) hergestellt werden.  In über 40 Ländern finden sich bereits Beispiele dafür. In Ecuador haben die Rechte der Natur 2008 Verfassungsrang erlangt. In Europa ging Spanien voran und erklärte 2022 die schwer geschädigte Lagune Mar Menor zur Rechtsperson mit Klagerecht.
Die Tagung befördert den weltweit geführten juristischen und politisch-ökologischen Diskurs über die Rechte der Natur auch in Deutschland weiter, indem sie

  • wissenschaftliche und politische Perspektiven zur ökologischen Transformation des Verhältnisses Mensch – Natur und zur rechtlichen Ausgestaltung dieser Transformation zusammenführt,
  • internationale Erfahrungen unterschiedlicher Rechtsordnungen mit der Umsetzung von Rechten der Natur in die Praxis betrachtet und
  • verschiedene Perspektiven zum Aufbau von zivil-gesellschaftlicher Handlungsmacht diskutiert, die der Forderung nach Ausstattung der Natur mit eigenen Rechten auch in Deutschland mehr Resonanz in der Öffentlichkeit verleihen kann.

Flyer Tagung Eigene Rechte für die Natur

Tagung: Eigene Rechte für die Natur.
Donnerstag, 2. Oktober, 14 Uhr bis Samstag, 4. Oktober 2025, 12 Uhr
Zentrum für Erwachsenenbildung (ZEB)
Kirchröder Straße 44
30625 Hannover

Kosten:
259,- € für Teilnehmende von Donnerstag bis Samstag (Ü/EZ/V)
55,- € für alle Tagesgäste/pro Tag (V)
Ermäßigte Preise mit Ausweis auf Anfrage für Schüler:innen, Azubis, Freiwilligen-Dienst-Leistende, Studierende, Empfänger:innen von Bürgergeld/Sozialhilfe.

Anmeldung:
zeb-seminare@dachstiftung-diakonie.de
https://t1p.de/Rechte-der-Natur
Kontakt: Elke.Hartebrodt-Schwier@dachstiftung-diakonie.de
Tel.: 0511-5353-353

 

In diesem Zusammenhang hier nachfolgend der Beteiligungsaufruf von Scientist for Future (S4F) zur Klimademo am Samstag 20. 09.2025

Die Klimakrise ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, und schon jetzt betrifft sie uns alle. Am Samstag, dem 20. September, ruft Fridays for Future bundesweit zur großen Herbstdemonstration auf. Wir möchten euch herzlich einladen, sich ihnen anzuschließen und gemeinsam ein starkes Zeichen für entschlossenes Handeln zu setzen.
Eine Übersicht über die Demonstrationszeiten und -orte findet ihr hier: https://fridaysforfuture.de/klimastreik/
Mit besten Grüßen (alphabetisch): Prof. Dr. Pietro P. Altermatt, Universität Oxford, UK; Prof. Franz Baumann, Ph.D., Georgetown University, Washington, DC; Prof. Jan Blieske, Hochschule Wismar; et al. …..
_____________

 

Recht und Soziale Arbeit – Wissenschaft und akademische Lehre. What works, what doesn’t, what is promising?

Recht und Soziale Arbeit – Wissenschaft und akademische Lehre
What works, what doesn’t, what is promising? [1]

Symposium zur Verabschiedung von Prof. Dr.iur. Thomas Trenczek, M.A.soz.

03.07.2025 – Ernst-Abbe-Hochschule Jena/FB Sozialwesen

——————————————————————

[1] Vgl. Sherman, L. W./Gottfredson, D. C./MacKenzie, D. L./Reuter, J. E.P./Bushway, S. D.: Preventing Crime: What Works, What Doesn’t, What’s Promising; National Institute of Justice, 1998; vgl. Martinson, R. „What Works? Questions and answers about prison reform“, Public Interest 1974, pp. 22-54. Martinson bewertete die Ergebnisse einer umfangreichen Metaanalyse zur Evaluation von Resozialisierungsmaßnahmen als insg. wenig erfolgversprechend, womit das Schlagwort „Nothing Works“ begründet wurde.

[2] Der ursprünglich geplante Vortrag „Die Kunst der diversitätsangemessenen Gesprächsführung und konsensorientierten Rhetorik unter besonderer Berücksichtigung der lebensweltorientierten Sprachvarietät und antisexistischer Narrative im Rahmen der ökologischen Fortbewegung“ musste aus Zeitgründen auf ein anderes Seminar verschoben werden.

[3] In Anlehnung an Watzke, E.: Äquibrilistischer Tanz zwischen den Welten, Godesberg 1997.