Kategorie: Buchempfehlung

Buchempfehlungen

Nachfolgend liste ich einige der zuletzt gelesenen und aus meiner Sicht sehr zu empfehlenden Bücher:

  • Daniel GlattauerIn einem Zug“, DuMont Köln 2025: … mein Jahrgang, mein Humor 🤣, meine Leseempfehlung Roman des Jahres 2025:
    Klappentext: Eduard Brünhofer, ehemals gefeierter Autor von Liebesromanen, sitzt im Zug von Wien nach München. Nicht unbedingt in der Absicht, sich mit der Frau frühen mittleren Alters im Abteil zu unterhalten. Schon gar nicht in der Absicht, mit ihr über seine Bücher zu sinnieren. Erst recht nicht in der Absicht, über seine Ehejahre mit Gina zu reflektieren. Aber Therapeutin Catrin Meyr, die Langzeitbeziehungen absurd findet, ist unerbittlich. Sie will mit ihm über die Liebe reden. Dabei gerät der Schriftsteller gehörig in Zugzwang.  »Was befähigt einen Autor, über die Liebe zu schreiben?«, fragt sie.  »Ihre Frage ist klüger als jede Antwort darauf«, erwidere ich.  »Danke. Probieren Sie es trotzdem.«
  • Barbara BleischIn der Mitte des Lebens“ (2024): Was für eine scharfsinnige Beobachterin und Analystin. Was für eine phantastische Erklärerin, was für eine Sprachkunst. Ein kluges, wissenschaftliches (auch die Quellenangaben und die Anmerkungen in den Fußnoten sind überaus lesenswert) gleichzeitig sehr verständliches wie verständnisvolles Buch (keine plumpe Ratgeberliteratur), welches das Potential der mittleren Lebensspanne (definiert als Altersspanne zwischen 35 und 65 Jahren 😅) und der Zeit darüber hinaus differenziert wie tiefgehend in einer praktischen „Philosophie der besten Jahre“ aufzeigt. Das ist meine Leseempfehlung des Jahres in der Kategorie Sachbuch, wobei es weit mehr als das ist. Da steckt so viel drin an Fragen, Fakten und Wissen, an Reflexion und Einsicht, dass man das Buch gerne drei oder vier Mal lesen will, weshalb ich es mir gleich nach der Rückkehr in einer analogen Printausgabe zulegen (so praktisch der online Reader auf Reisen ist, es fehlt mir die Möglichkeit, im Buch arbeiten, mit Bleistift unterstreichen und Anmerkungen machen zu können) und auch gern (auch an jüngere Jahrgänge) verschenken werde. Allein die aus meiner Sicht prägnantesten Zitate füllten viele Seiten, die dieser Reisebericht nicht hergibt.
  • Michel FriedmannMensch! Liebeserklärung eines verzweifelten Demokraten“ Berlin Verlag 2024.
    Klappentext: »Verzweifelt, weil ich sehe, wie ein großer Teil der Menschen aus der Geschichte nicht lernt. Verzweifelt, weil die Demokratie, die mir das Leben ermöglicht hat, zerbröselt.« Demokratie ist nie statisch, sondern dynamisch. Sie lebt durch die Menschen, die ununterbrochen an ihr arbeiten. Wer wüsste das besser als Michel Friedman. Er ruft dazu auf, endlich zu handeln – für Freiheit und Menschenrechte. Ein Weckruf, die Demokratie nicht nur zu verteidigen, sondern aktiv zu gestalten. Mit klaren Analysen entlarvt er die Gefahren von Resignation, mediengetriebener Sensationslust und unerfüllten Versprechen. Dieses Buch fordert heraus, irritiert und inspiriert zugleich. Es ist eine leidenschaftliche Liebeserklärung an die Demokratie. Ein drängender Appell, für Würde, Rechte, Vielfalt und Freiheit zu kämpfen, bevor es zu spät ist. Wer jetzt nicht eingreift, macht sich zum Komplizen. In einer Zeit, in der Demokratie und Menschenrechte täglich von Extremisten und Autokraten angegriffen und Demokratien bereits in Teilen von »illiberalen Demokraten« übernommen und zunehmend autoritär und totalitär geführt werden, ruft Michel Friedman dazu auf, nicht nur mutig zu diskutieren, sondern zu handeln. Von einer der wichtigsten Stimmen des Landes. »Es ist doch die Vielfalt, die es uns ermöglicht hat, über das Denken nachzudenken. Unsere eigene Widersprüchlichkeit nicht mehr als Bedrohung, sondern als Ansporn zu verstehen. Sie hat uns Wissen, Wissenschaft gebracht. Sie hat uns gezeigt, dass Suchen und Weitersuchen die Kraft des Fortschritts sind und dass Wissen nicht ewig gilt. Sondern durch ewiges Weiterfragen zum nächsten Wissen führt. Denn Wahrheit ist ein unglaubliches Versprechen, das man hinterfragen muss.«
  • Andrea Wulf  „Fabelhafte Rebellen Die frühen Romantiker und die Erfindung des Ich“, München 2024
    Klappentext: Um 1800 galt die Idee vom freien Individuum als brandgefährlich. Und doch wagte es eine Gruppe von Denkern in der Universitätsstadt Jena, das Ich in den Mittelpunkt ihres Denkens, Schreibens und Lebens zu stellen. Zu diesen fabelhaften Rebellen gehörten die Dichter Goethe, Schiller und Novalis, die Philosophen Fichte, Schelling und Hegel, die genialen Schlegel-Brüder und Alexander von Humboldt sowie ihre Muse, die freigeistige Caroline Schlegel. Während die Französische Revolution die politische Landschaft Europas veränderte, entfachten diese jungen Romantiker in Jena eine Revolution des Geistes. Bestsellerautorin Andrea Wulf erzählt fesselnd, wie sich ihr Leben zwischen wortreichen Auseinandersetzungen, aufsehenerregenden Skandalen, leidenschaftlichen Liebesaffären und vor allem radikalen Ideen bewegte, und erklärt, warum auch wir bis heute zwischen den Gefahren der starken Ichbezogenheit und den aufregenden Möglichkeiten des freien Willens schwanken. »›Fabelhafte Rebellen‹« ist eine Möglichkeit, die deutsche Geistesgeschichte zum Tanzen zu bringen, sie für sich persönlich zu entdecken und unglaublich viel für das eigene Leben zu lernen.« Denis Scheck >
  • Andrea Wulf „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur; München 2018
    Klappentext: Er war seiner Zeit weit voraus: Alexander von Humboldt, Universalgelehrter, unermüdlicher Naturforscher, der »zweite Kolumbus« und »Wiederentdecker Amerikas«. Wie kein anderer Wissenschaftler prägte er unser Verständnis von der Natur als lebendigem Ganzen, als Kosmos, in dem alles miteinander verbunden ist und dessen untrennbarer Teil wir sind. In ihrer vielfach ausgezeichneten Biografie führt Andrea Wulf durch das abenteuerliche Leben Humboldts und sein Werk. Er begreift die Natur in ihrer ganzen Fülle als Lebensnetz und prägt damit auch unser Wissen um die Verwundbarkeit der Erde. So bleibt er unverändert wichtig – bis heute.
  • Richard Dawkins „Die Poesie der Naturwissenschaften“: Autobiographie; Ullstein, Berlin 2016
    Klappentext: Richard Dawkins erzählt die Geschichte seines Lebens – von der Kindheit im kolonialen Afrika über sein Studium in Oxford bis zur Karriere als einer der einflussreichsten Wissenschaftler weltweit. Er berichtet von seiner Ankunft im Flower-Power-Kalifornien der 60er Jahre, von der Party zum 42. Geburtstag seines Freundes Douglas Adams, den freundschaftlichen Streitgesprächen mit dem Erzbischof von Canterbury, von bahnbrechenden Erkenntnissen in der Evolutionsbiologie und seiner großen Liebe zur Lyrik. Richard Dawkins ist nicht nur ein herausragender Naturwissenschaftler, er ist auch ein begnadeter Erzähler. Anhand seines weitverzweigten Familienstammbaums erklärt er die Vererbungslehre, und die Entwicklung der Theorie des egoistischen Gens wird bei ihm zum Wissenschaftsthriller. Wenn er beschreibt, wie er vom Gläubigen zum Atheisten wurde, versteht man, welche Rolle Religion für den Menschen spielt.